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💡 Wissenswertes – Lebensdauer einer klassischen On/Off-Wärmepumpe
Der Verdichter einer klassischen On/Off-Wärmepumpe ist technisch auf rund 100’000 Starts sowie auf maximal 50’000 Betriebsstunden ausgelegt.
Bei guter Auslegung der Wärmepumpe entspricht das ungefähr:
  • maximal 15 Starts pro Tag
  • rund 5’500 Starts pro Jahr
  • einer möglichen Lebensdauer von bis zu 18 Jahren aus Sicht der Startbelastung
💡 Wissenswertes – Warum eine stark taktende Wärmepumpe ineffizient ist
Eine häufig taktende Wärmepumpe arbeitet deutlich weniger effizient, da jeder Start des Verdichters mit erhöhten elektrischen Verlusten verbunden ist.
Zu Beginn jedes Taktes muss der Verdichter den Kältemittelkreislauf erst auf Temperatur bringen, wodurch das Kältemittel zunächst tiefer verdampft und weniger Wärme an das Heizsystem abgegeben wird.
Kurzfristige Laufzeiten führen daher zu:
  • schlechterem Wirkungsgrad in der Anlaufphase
  • höheren Stromspitzen beim Start
  • unvollständiger Nutzung der erzeugten Wärme
Zusätzlich steigt der mechanische Verschleiss des Verdichters, was nicht nur die Lebensdauer verkürzt, sondern auch die Betriebskosten langfristig erhöht.
💡 Wissenswertes – Vorteile einer modulierenden Wärmepumpe
Eine modulierende Wärmepumpe passt ihre Leistung stufenlos an den aktuellen Wärmebedarf an.
Dadurch läuft der Verdichter meist kontinuierlich und mit niedrigerer Drehzahl, anstatt häufig ein- und auszuschalten.
Die Vorteile im Überblick:
  • Hoher Wirkungsgrad über den gesamten Heizbetrieb
  • Gleichmäßige Wärmeabgabe ohne Temperaturschwankungen
  • Reduzierter Verschleiss durch weniger Start-Stop-Zyklen
  • Niedrigere Betriebskosten dank effizienter Energienutzung
Durch diese Technologie wird die Wärmepumpe leiser, langlebiger und deutlich effizienter als klassische On/Off-Systeme.
💡 Wissenswertes – Erdsonden: Gratis Kühlen und keine Abtauungen
Erdsonden nutzen die konstante Temperatur im Untergrund, um das Gebäude effizient zu beheizen oder zu kühlen.
Bei der Kühlung kann die Wärmepumpe die Kälte aus der Erde direkt nutzen – das nennt man Gratis-Kühlen.
Zusätzlich bieten Erdsonden-Systeme den Vorteil:
  • Keine Abtauzyklen wie bei Luft/Wasser-Wärmepumpen
  • Hoher Wirkungsgrad durch konstante Erdtemperaturen
  • Leiser Betrieb ohne störende Ventilatoren
  • Langlebigkeit durch stabile, wartungsarme Technik
Dank dieser Eigenschaften eignen sich Erdsonden besonders für energieeffiziente und komfortable Gebäude – im Sommer kühlen sie, im Winter heizen sie effizient.
💡 Wissenswertes – Volumenströme und Einzelraumregelungen
Für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe sind korrekt dimensionierte Volumenströme entscheidend. Zu kleine Volumenströme führen oft zu häufigem Start/Stopp.
Wichtige Punkte:
  • Ausreichender Volumenstrom sorgt für gleichmäßige Wärmeverteilung
  • Zu geringe Volumenströme führen zu häufigem Takten und höherem Verschleiß
  • Einzelraumregelungen können die Effizienz reduzieren, wenn viele Heizkreise unabhängig reagieren
  • Ein gut abgestimmtes hydraulisches System verlängert die Lebensdauer und verbessert den Wirkungsgrad
💡 Wissenswertes – Speicherbare Masse in Bodenüberzügen und Vergleich mit Pufferspeichern
In einem 20 cm starken Bodenüberzug steckt eine erhebliche Wärmemenge, die als Puffer für Wärmepumpen dient.
Wichtige Punkte:
  • Speicherbare Masse: Typischerweise ca. 40–50 kWh Wärmemenge pro 100 m²
  • Diese Masse puffert Wärme und reduziert dadurch die Start-Stopp-Zyklen der Wärmepumpe
  • Ein höherer Wärmeinhalt sorgt für gleichmäßigere Raumtemperaturen und höhere Effizienz
  • Vergleich Pufferspeicher: Ein klassischer Wasser-Pufferspeicher mit 500 Liter fasst etwa 6–7 kWh – man bräuchte also ca. 6–8 m² Bodenüberzug à 20 cm, um denselben Wärmespeicher zu erreichen.
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